Handelskammer Hamburg 2005

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Hamburgensien

Plattdeutsch

Wat'n Malöör

Missgeschicke sind heiter, alltäglich, ernst oder tragisch. Wenn sie hier im Norden passieren, heißt es: "Wat'n Malöör". Unter diesem Motto stand auch der 17. plattdeutsche Erzählwettbewerb "Vertell doch mal" von NDR, Ohnsorg-Theater und den Sparkassen. Von den über 3000 Einsendungen werden 25 jetzt als Buch veröffentlicht. Die ausgesuchten Beiträge könnten unterschiedlicher nicht sein. So diskutieren in der lustigen Kurzgeschichte "Öber Krüüz" die Bestandteile einer Unterhose darüber, wie sie ihrem Besitzer einen Streich spielen können. "De letzte Schipper" handelt von einer tragischen Schiffskollision auf der Elbe. Und in der Fabel "Düütschlands Superstar" treten Kuckuck und Esel in einem Song-Contest gegeneinander an.

Norddeutscher Rundfunk (Hrsg.): "Wat'n Malöör"; aus der Reihe "Vertell doch mal"; Wachholtz Verlag; Hamburg 2005; 116 Seiten, 9,90 Euro.

 

Kreuzfahrtschiffe

Schwimmende Urlaubswelten

Ob Segelromantik oder Luxus pur in einer schwimmenden Hotelanlagen mit allem Komfort, den das Urlauberherz begehrt: Bei Kreuzfahrten haben Erholungssuchende die Wahl zwischen den verschiedensten Schiffsarten und Reisekonzepten. Die Kreuzfahrt hat sich heute zu einer Urlaubsform für jedermann entwickelt und bietet eine schöne Alternative zum Strand- oder Cluburlaub. Anhand von 25 Bildergeschichten wird hier die ganze Vielfalt dieser Reiseform vorgestellt. Jedes Kapitel beschreibt den Charakter und die Bordatmosphäre eines Schiffs. Herausgekommen ist ein praktisches Handbuch, das bei der Auswahl der richtigen Kreuzfahrt auf dem richtigen Schiff hilft - oder einfach nur zum Träumen verführt.

Kurt Ulrich: "Zeit für Kreuzfahrten. Die schönsten Schiffe auf allen sieben Weltmeeren"; C.J. Bucher Verlag; 2005; 192 Seiten, 29,90 Euro.

 

Chronik der Peinlichkeiten

Hamburg skandalös

Das seriöse Hamburg ist durchaus reich an Skandalen und peinlichen Vorfällen, früher wie heute. Zwar ist nicht jede Peinlichkeit ein Skandal, aber jeder Skandal ist peinlich - und die Grenze zwischen Peinlichkeit und Skandal hat sich im Laufe der Zeit verschoben. Die Autoren haben ein halbes Jahrhundert hamburgischer Geschichte durchforstet, manche Peinlichkeiten zu Tage gefördert und mit spitzer Feder kommentiert. So reicht die Palette der Vorfälle vom Skandalprozess um Klaus Störtebeker über die gefälschten Hitler-Tagebüchern im "Stern" bis hin zu Ronalds Schills Abgang von der Bühne des Hamburger Rathauses.

Kurt Grobecker und Kerstin von Stürmer: "Hamburg skandalös"; Convent Verlag; 2005, 160 Seiten, 12,90 Euro.

 

Schicksale

Flucht aus Deutschland

Sie wuchsen auf im Schatten von Entrechtung und Verfolgung: Jüdische Kinder und Jugendliche in Nazi-Deutschland. Nach dem Novemberprogrom 1938 öffneten mehrere europäische Länder ihre Grenzen, rund 10000 Kinder und Jugendliche emigrierten in den Jahren 1938 und 1939 nach Großbritannien. Für die meisten von ihnen war die Trennung von den Eltern ein Abschied für immer. Die Autorin zeichnet anhand von Interviews mit in Hamburg geborenen Zeitzeugen die bewegenden Schicksale dieser Kinder nach und zeigt historische Zusammenhänge auf.

Christiane Berth: "Die Kindertransporte nach Großbritannien 1938/39. Exilerfahrungen im Spiegel lebensgeschichtlicher Interviews"; Reihe: Hamburger Zeitspuren 3; Dölling und Galitz Verlag; Hamburg 2005; 158 Seiten, 8 Euro.

 

hamburger wirtschaft, Ausgabe August 2005