Handelskammer Hamburg 2006

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Handelskammer-Themen des Monats

Ausschüsse und Arbeitskreise

E-Business
Renate Mitterhuber, Leiterin der Stabsstelle E-Government in der Finanzbehörde, berichtete über eine Kooperation zwischen Wirtschaft und Verwaltung im Bereich E-Government. Sie definierte als strategische Ziele einen kundenorientierterten, schnelleren und kostengünstigeren Service sowie eine neue Aufbau- und Ablauforganisation der Verwaltung. E-Government solle außerdem ein Standortfaktor im Wettbewerb um Bürger und Unternehmen werden. Der Ausschuss unterstützte diese Ziele und schlug vor, das Thema E-Government mit seiner wichtigen Vermittlerfunktion zwischen Verwaltung und Wirtschaft voranzutreiben. Zudem könnten weitere ehrenamtliche Gremien unserer Handelskammer den Bedarf einzelner Branchen ermitteln und konkrete Lösungen erarbeiten.

Hafen und Schifffahrt
Der Ausschuss befasste sich ausführlich mit der neuen „Hamburg Port Authority“ (HPA). Ergebnis der Diskussion ist ein vom Ausschuss erarbeitetes Papier, in dem unsere Handelskammer ihre Position für die zukünftige Zusammenarbeit mit der HPA formulierte. Unter anderem sollte die Zusammenführung unterschiedlicher Dienststellen in der neuen HPA zu einer nachhaltigen Kostensenkung führen und die Wirtschaft frühzeitig in Entscheidungsprozesse eingebunden werden (z.B. bei einer Erhöhung des Hafengeldes). Die Finanzierung der HPA durch Pachten und Hafengebühren dürfe nicht zu Wettbewerbsnachteilen unserer Hafenbetriebe auf europäischer Ebene führen. Der Ausschuss drückt in dem Papier auch seinen Wunsch aus, dass die HPA als kundenorientierter Dienstleister den regelmäßigen Kontakt zur Wirtschaft und zu unserer Handelskammer sucht.

Tourismus
Ruth Henn, Leiterin des WM-Büros informierte die Ausschussmitglieder über den Stand der WM-Vorbereitung in Hamburg. Anschließend wurden spezielle Aspekte wie das Public-Viewing auf dem Heiligengeistfeld (Referent: Stefan Nöthen, Hamburg Marketing GmbH), die touristische Vermarktung (Dr. Bettina Bunge, Hamburg Tourismus GmbH) sowie das Sicherheitskonzept für die Fußball-Weltmeisterschaft (Thomas Model, Polizei Hamburg) vertieft. Der Ausschuss betonte, dass werbliche Aktivitäten nicht nur auf die WM ausgerichtet sein dürften, sondern nachhaltige Marketingmaßnahmen notwendig seien. Die WM sollte zudem als Motor gesehen werden, um den Bekanntheitsgrad Hamburgs vor allem im Ausland zu steigern. Vordringlich sei vor allem die Verbesserung der eigenen WM-Präsentation im Internet.

Auswärtige Vertretungen

Berlin
Im Koalitionsvertrag haben sich CDU, CSU und SPD darauf verständigt, Planung und Ausbau der Infrastruktur zu erleichtern und zu beschleunigen. Für Hamburg ist dies von zentraler Bedeutung, wenn unsere Stadt ihre Stärken als Verkehrsdrehscheibe ausspielen und das Leitbild der wachsenden Stadt konsequent umsetzen will. Wir werden als kritischer Partner der Politik das Gesetzesvorhaben sowie die Aktivitäten des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Norddeutschland begleiten.

Kaliningrad
Das neue Sonderwirtschaftszonen-Gesetz, dass zum 1. April 2006 in Kraft treten wird, löst die bisher geltenden Bestimmungen aus dem Jahr 1996 ab. Mit der Billigung des neuen Gesetzes endet in Kaliningrad ein Zustand jahrelanger Unsicherheit. Die endlosen Diskussionen über Fortbestand oder Abschaffung der Sonderwirtschaftszone haben in der Vergangenheit viele Investoren trotz guter Standortvorteile, wie z.B. den niedrigen Arbeitskosten, abgeschreckt. Um Unternehmen langfristige Planungssicherheit zu bieten, werden die neuen Zoll- und Steuervergünstigungen im Rahmen des neuen Gesetzes für 25 Jahre festgeschrieben. Die Vertretung in Kaliningrad bemüht sich um weitere Unterstützung der deutschen Unternehmen beim Aufbau ihrer Geschäfte.

DIHK

Bürokratieabbau
Die IHK-Organisation hat 28 Vorschläge zum Bürokratieabbau vorgelegt. So sollten zum Beispiel die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen verkürzt, die Informationspflichten beim Betriebsübergang reduziert und die Ausbildungsordnungen abgespeckt werden. Aktueller Anlass für das Positionspapier, zu dem unsere Handelskammer wesentliche Beiträge geleistet hat, ist der von der Bundesregierung angekündigte „Small-Company-Act“. Den Forderungskatalog „Weniger Bürokratie, mehr Freiheit“ finden Sie unter www.dihk.de (TOP-Themen).

Informationen

In dieser Rubrik informieren wir Sie über die aktuellen Themen, die in den Gremien der demokratischen Selbstverwaltung der Hamburger Wirtschaft diskutiert werden. Hier engagieren sich ehrenamtlich rund 350 Unternehmer. (Weitere Informationen zum Ehrenamt unserer Handelskammer: www.hk24.de, Dokumenten-Nr. 12509) Außerdem finden Sie hier aktuelle Infos aus unseren auswärtigen Vertretungen und über Initiativen des DIHK, an denen unsere Handelskammer maßgeblich beteiligt ist.

Plenum
Das Plenum ist das höchste Beschluss fassende Gremium unserer Handelskammer. Auf seinen monatlichen Sitzungen bestimmt es die Leitlinien unserer Arbeit. Ihm gehören derzeit 64 gewählte bzw. kooptierte Vertreter von Mitgliedsunternehmen aus allen Branchen der gewerblichen Wirtschaft an.

Arbeitskreise und Ausschüsse
Die derzeit 30 Arbeitskreise und Ausschüsse unterstützen das Plenum, sie befassen sich mit speziellen Fach- und Branchenthemen und erarbeiten Analysen und Beschlussvorlagen.

Auswärtige Vertretungen
Berlin, Brüssel, St. Petersburg, Kaliningrad, Shanghai: Mit fünf auswärtigen Vertretungen ist unsere Handelskammer präsent, wo für die Hamburger Wirtschaft wichtige Entscheidungen getroffen werden oder neue Märkte entstehen.

DIHK
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist die Dachorganisation der 81 deutschen Industrie- und Handelskammern. Weitere Informationen: www.dihk.de

hamburger wirtschaft, Ausgabe Februar 2006