Handelskammer Hamburg 2006

< zurück

SportMerkur

Diese Firmen machen fit

Sportler brauchen Unterstützung, gerade in wenig publikumsträchtigen Disziplinen. Um Unternehmen, die sich in diesem Bereich einsetzen, für ihr Engagement zu ehren, hat die Handelskammer eine neue Auszeichnung geschaffen, die dieses Jahr zum ersten Mal verliehen wurde: den SportMerkur.

Wenn „Eisbein“, „Roastbeef“, „Rib Eye“, „Tenderloin“ und „Knackiges Vergnügen“ auf internationalen Regatten auftauchen, ist für Aufmerksamkeit gesorgt. Denn dann locken nicht etwa kulinarische, sondern sportliche Sensationen: Die Fünf sind olympische Einhandjollen vom Typ Laser und ihre jungen Skipper aus Hamburg zählen zur nationalen Spitze des Segelsports. Der Grund für die skurrile Namensgebung hängt mit dem Unterstützer der Sportler zusammen, dem Hamburger Fleisch-Großmarkt. Nur eines von vielen Hamburger Unternehmen, das sich in der Sportförderung stark macht. Und eines der Unternehmen, das dafür den SportMerkur erhält, den unsere Handelskammer auf der Hamburger Sportgala zum ersten Mal verliehen hat. Der Preis wurde ins Leben gerufen weil der Leistungssport in Hamburg auf Unterstützung angewiesen ist, auch und gerade durch die Wirtschaft. Bei den großen Publikumssportarten, allen voran Fußball, ist dies relativ leicht zu erreichen. Sportarten, die nicht derart im Rampenlicht stehen, tun sich wesentlich schwerer. Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein hierfür zu schärfen und entsprechendes Engagement öffentlich zu würdigen. Genau dies ist das Ziel des SportMerkurs. Mit dieser Auszeichnung sollen zugleich weitere Unternehmen zur Nachahmung motiviert werden.

Der Preis wird in den Kategorien „Kleines Unternehmen“ und „Großes Unternehmen“ verliehen, daneben ist ein „Sonderpreis für Betriebssport“ ausgelobt. Die Auswahl der Preisträger traf eine Jury unter Vorsitz des Vorsitzenden des Ausschusses für Sportförderung unserer Handelskammer, Alexander Stuhlmann. Gewürdigt werden sollten unternehmerische Sportförderkonzepte, die auf die Bedürfnisse der Aktiven ausgerichtet sind, die aber zugleich auch Forderungen an die Seite des Sports enthalten. Besonders geachtet wurde dabei auf die Förderung des Leistungssports, einschließlich einer auf den Leistungssport ausgerichteten Jugendarbeit.

Der Fleisch-Großmarkt Hamburg erhielt den Preis in der Kategorie „Kleines Unternehmen“. Er unterstützt seit dem Jahr 2003 eine der traditionellsten norddeutschen Sportarten, den Segelsport, indem er eben jene fünf jungen Männer fördert, die mit „Eisbein & Co.“ segeln. Seit dem Jahr 2004 stellt der Preisträger einen Ausbildungsplatz für Leis–tungssportler zur Verfügung, bei dem auf die Doppelbelastung durch Lehre und Sport angemessen Rücksicht genommen wird. Dabei kooperiert das Unternehmen eng mit dem Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein.

Den Preis in der Kategorie „Großes Unternehmen“ erhielt die BUSS-Gruppe. Das Unternehmen ist mit Wasser, Hafen und Schifffahrt fest verbunden und fördert die andere Wassersportart, für die Hamburg bundesweit bekannt ist, das Rudern. „Damit möchten wir junge, ambitionierte Amateursportler unterstützen und uns für den Sportstandort Hamburg engagieren, auch im Hinblick auf die neue Olympiabewerbung“, so BUSS-Geschäftsführer Johann Killinger. Mit einem konsequenten Stufenkonzept werden die jungen Rudertalente aus Hamburg gefördert. Dies beginnt mit der Ausbildung von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in den Grundlagen der Sportart. Mit einer wettkampf- und teambezogenen Förderung geht das Programm weiter bis hin zur individuellen Förderung. Deren Ziel lautet: Teilnahme an internationalen Wettbewerben wie Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen. Konkrete Maßnahmen sind unter vielen anderen die Unterstützung der Jugend- und Trainingsabteilung des Partnerruderclubs, der Kauf eines Ausbildungsbootes oder die Finanzierung von Trainingslagern.

Den „Sonderpreis für Betriebssport“ erhält in diesem Jahr die Lufthansa Technik AG.

Das Unternehmen unterstützt in diesem Jahr seinen Betriebssportverein seit nunmehr exakt 50 Jahren. Der Verein hat rund 4800 Mitglieder, die Mehrzahl von ihnen Mitarbeiter des Unternehmens. Mehr als 30 verschiedene Sportarten werden angeboten. Neben einer eigenen Sportanlage mit Rasenplatz und Aschenbahn und einer Tennisanlage gibt es auch eine eigene Bootsflotte, die auf der Alster trainiert. „Motivation, Leistungsfähigkeit und Teamgeist sind neben einer umfassenden Ausbildung die wichtigsten Erfolgsgrundlagen der Lufthansa Technik“, sagte Vorstandsmitglied Wolfgang Warburg. Er freue sich sehr „über die hohe Auszeichnung für das eigene Engagement im Betriebssport und für die in diesem Sinne gelebte Tradition des Lufthansa Sportvereins“.

Fin Mohaupt
fin.mohaupt@hk24.de
Telefon 36 13 8 255

hamburger wirtschaft, Ausgabe April 2006