Handelskammer Hamburg 2006

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HSBA

Auf dem Weg nach oben

Rekordanmeldezahlen, zusätzliche Professoren und eine Vielzahl internationaler Kontakte: Im dritten Jahr ihres Bestehens ist die HSBA Hamburg School of Business Administration auf dem besten Weg, zur Elitehochschule für Hamburgs Nachwuchsführungskräfte zu werden. Ihr Erfolgsrezept ist das duale Studium, das Theorie und Praxis vereint.

Morgens, kurz vor acht Uhr in der Innenstadt: Im Handelskammer City Campus drängt eine Gruppe Studierende in die Fahrstühle. Schnell werden noch die letzten Neuigkeiten aus dem Firmengeschehen ausgetauscht, private Verabredungen getroffen und Unterrichtsergebnisse verglichen. Dann heißt es Gas geben und konzentrieren, denn vor den jungen Leuten liegt ein langer, straff durchorganisierter Studientag. Der vorerst letzte, denn in der nächsten Woche tauschen die Studierenden die Kursräume wieder turnusgemäß gegen Büroräume, Werkshallen oder Lagerkomplexen. Dieser ständige Wechsel zwischen Hochschule und Ausbildungsbetrieb ist das Erfolgsrezept des dualen Studiums an der HSBA Hamburg School of Business Administration, Hamburgs jüngster privater Hochschule der Wirtschaft. Im Oktober nimmt hier der dritte Jahrgang sein Studium auf. Mit dabei ist dann auch der 21-Jährige Matthias Pichler, den die internationale Spedition Hartrodt hier seinen Bachelor in Logistics Management machen lässt. „Für mich ist das breite und fundierte Angebot der HSBA das beste Programm im norddeutschen Raum für unseren Führungsnachwuchs“, sagt Hartrodt-Personalleiter Martin Argendorf. Für ihn sei wichtig, dass seine Nachwuchskräfte binnen kürzester Zeit Führungsverantwortung in Teilbereichen seines Betriebs übernehmen könnten. Das sei durch die duale Form des Studiums gewährleistet.

Trotz der strengen Zulassungsvoraussetzungen der HSBA – sehr gute Abiturnoten und gute Einzelergebnisse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch – kann Argendorf von keinen Schwierigkeiten bei der Bewerberauswahl berichten: „Obwohl das Niveau der Bewerber für unsere normalen kaufmännischen Ausbildungsplätze in letzter Zeit merklich nachgelassen hat, hatten wir sehr gute Bewerbungen um unseren Studienplatz an der HSBA.“

Die Hochschulleitung sieht ihr Konzept durch die positive Resonanz bestätigt. „Unser Ziel war von Anfang an, mit unserem dualen Studienangebot genau die Bedürfnisse der Hamburger Unternehmen zu befriedigen“, sagt HSBA-Präsident Professor Hans-Jörg Schmidt-Trenz. Seit Gründung der HSBA habe die Zahl der Anmeldungen laufend die Erwartungen übertroffen, 135 waren es in diesem Jahr.

Das Angebot umfasst inzwischen die Studienrichtungen Business Administration, Logistics Management und Media Management. „Ich kannte zwar duale Studiengänge, wusste aber nicht, dass es in Hamburg bereits einen für den Mediensektor gibt“, erinnert sich Daniel Kob, der ebenfalls im Oktober sein Studium aufnimmt. Schon während seiner Schulzeit hatte sich der kreative Abiturient intensiv mit seiner Berufswahl auseinandergesetzt. Die HSBA lernte er auf einer Berufsorientierungsmesse kennen. Bei seinem späteren Ausbildungsbetrieb, der Scholz & Friends Brand Affairs GmbH, absolvierte er in den Osterferien ein Praktikum und konnte die Werbeagentur nicht nur von sich, sondern auch von der HSBA überzeugen.

„Seine Initiative ist bei uns gut angekommen“, sagt Personalchefin Susanne Koopmann. Dass Scholz & Friends nun drei Jahre lang die HSBA-Studiengebühren zahlen muss, nimmt sie gerne in Kauf: „Qualität hat nun mal ihren Preis und zahlt sich letztendlich aus. Die duale Form des Studiums bringt nicht nur fundiertes Wissen und Erfahrung für uns als Ausbildungsbetrieb mit, sondern ist auch eine gute Form der Personalbindung.“

Um der wachsenden Studierendenzahl auch weiterhin ideale Bedingungen garantieren zu können, wurden an der HSBA vier neue Professoren für das neue Studienjahr unter Vertrag genommen. Sie gehören zu den insgesamt rund 50 Professoren und Lehrbeauftragten, die sich ab Oktober um die 331 Studierenden kümmern werden. Noch sind die Kapazitäten des Handelskammer City Campus nicht ausgereizt, über 500 Studierende können hier unter optimalen Bedingungen ausgebildet werden. Doch schon jetzt laufen die Planungen für den Bau eines neuen Hochschulgebäudes am Adolphsplatz.

Denn die HSBA wird weiter wachsen: 2007 soll der neue, englischsprachige Studiengang Schifffahrt und Schiffsfinanzierung vom Stapel laufen, gefolgt von einem berufsbegleitenden Masterstudiengang. Zudem baut die Hochschule ihre internationalen Kontakte und Kooperationen systematisch aus. „Sie tragen dazu bei, unseren Partnerunternehmen und ihren Nachwuchskräften das Tor zur Welt zu öffnen“, sagt HSBA-Präsident Schmidt-Trenz.

Thorsten Koletschka
thorsten.koletschka@hk24.de
Telefon 36 13 8 736
hamburger wirtschaft, Ausgabe Oktober 2006