Handelskammer Hamburg 2008

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Treffpunkt

HIGHLIGHT

Budnikowsky und Gymnasium Ohmoor ausgezeichnet
Der SchulMerkur des Jahres 2007 ging an die Drogeriemarktkette Budnikowsky und an 17 Schüler des Niendorfer Ohmoor-Gymnasiums. Den begehrten Schulpreis der Hamburger Wirtschaft verlieh die Handelskammer jetzt zum achten Mal. Die Auszeichnung würdigt Projekte, die Wirtschaftswissen schülergerecht vermitteln oder Anreize für unternehmerische Selbstständigkeit aufzeigen. Der Präses der Handelskammer, Dr. Karl-Joachim Dreyer, ehrte die Drogeriekette Budnikowsky mit dem SchulMerkur für ihr herausragendes Engagement im Schulbereich. Im Rahmen einer Kooperation mit der Gesamtschule Stellingen bietet „Budni“ Schülern praktische Hilfe durch Schnuppertage, Betriebspraktika und diverse Veranstaltungen zur Berufsorientierung an. Gewinner des „Schul-Oscars“ sind Schüler des Ohmoor-Gymnasiums, die seit zwei Jahren ein Programmkino betreiben. „Die Schüler setzten ihr theoretisches Wirtschaftswissen mit diesem Projekt praktisch um“, freute sich Dreyer bei der Preisverleihung vor 160 Gästen im Börsensaal der Handelskammer. Die Gymnasiasten gründeten zunächst eine Beteiligungsgesellschaft mit 90 Anteilen zu je zehn Euro. Die restlichen Gelder für die Finanzierung flossen (und fließen) durch Eintrittsgelder und Sponsorenverträge, die die kinobegeisterten Schüler selbst abgeschlossen haben. Heute arbeitet das Projekt mit einem kleinen Gewinn, der (wie die 2500 Euro Preisgeld) in einen neuen Beamer oder in das Filmfestival, das die Schüler für den Juli planen, investiert werden soll. Der 2. Preis (1500 Euro) ging an das Gymnasium Finkenwerder für ein Wirtschaftsplanspiel, mit dem die Gründung verschiedener Unternehmen geübt wurde. Die drittplatzierte Gesamtschule Blankenese erhielt 1000 Euro für ihre Schülerfirma „Customized Company“, die Produkte für den Schulalltag wie Geodreiecke, Tischpulte und Halterungen für Landkarten anbietet.

Veranstaltet

Handelsvertreter-Forum
Jeder zweite Handelsvertreter arbeitet mindestens für ein ausländisches Unternehmen meist aus der EU. Ruth Berckholtz, Vorstandsvorsitzende der Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb, CDH im Norden, und Mitglied des Plenums der Handelskammer, rief die Handelsvertreter auf, die Chancen des europäischen Marktes zu nutzen. Über den rechtlichen Rahmen informierten Philipp Krupke, Hauptgeschäftsführer der CDH im Norden, und Geschäftsführerin Christiane Müller. Den Kontakt zu Unternehmen aus Großbritannien, Polen, Spanien, Tschechien sowie aus Flandern stellten Vertreter der Botschaften her.

Mediatorentreffen
Anfang Dezember trafen sich die bei der Hamburger Mediationsstelle für Wirtschaftskonflikte aktiven Mediatoren zum vierten Quartalstreffen. Die umfangreichen Aktivitäten der Mediationsstelle – beispielsweise die Mediationswoche mit zehn Veranstaltungen im Frühjahr 2007 oder die Überarbeitung des Internetauftritts – und das wachsende Interesse an der außergerichtlichen Vermittlung haben sich deutlich bemerkbar gemacht. Die Mediationsstelle verzeichnete 17 konkrete Anfragen von Unternehmen in und um Hamburg und schlug insgesamt 34 Mediatorinnen und Mediatoren zur Unterstützung bei der Beilegung von Auseinandersetzungen vor.

Digitales Marketing
Die Bandbreite der digitalen Verkaufsförderung ist groß und reicht vom klassischen E-Mail-Marketing bis hin zur Nutzung mobiler Endgeräte für Vertriebs- und Marketingzwecke. Einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten und die jeweiligen Vor- und Nachteile gab die Veranstaltung „Digitales Marketing für den Mittelstand – mit gezielten Maßnahmen zum Erfolg“ am 20. November. Rund 230 Teilnehmer nutzten die Chance, sich zu informieren. Es referierten Sebastian Wolter, KMF Werbung GmbH, Michel Clement, Professor an der Universität Hamburg, Matthias Berg, Brandfirst GmbH, und Michael Lützenkirchen, Whatever Mobile GmbH. Ein Veranstaltungsrückblick steht unter www.hk24.de

Bestenehrung
60 Berufe, 60 Sieger: Für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen hat die Handelskammer Hamburg die besten Absolventinnen des Ausbildungsjahres 2007 ausgezeichnet. „Wer so hart gearbeitet und so viel Zeit in seine Ausbildung investiert hat wie unsere Besten, hat Spitzenleistungen erbracht, die vorbildlich sind und auch belohnt werden sollen“, sagte Handelskammer-Präses Dr. Dreyer bei der Verleihungsveranstaltung vor 200 Gästen im Albert-Schäfer-Saal. Neben den Glanzleistungen der Azubis würdigte Dreyer aber auch das Engagement der 56 Ausbildungsbetriebe und der Berufschulen: „Mit ihrer Motivation und Unterstützung als Partner im dualen System der Berufsbildung haben sie einen maßgeblichen Anteil an den hervorragenden Ausbildungsergebnissen der Auszubildenden.“ 16 der Hamburger Besten wurden am 12. Dezember in Berlin vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag auch als bundesweit beste Absolventen in ihren Berufen ausgezeichnet. Ehrengast bei der Veranstaltung im Palais am Funkturm war Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Die Handelskammer Hamburg stellte die meisten Sieger unter allen deutschen Industrie- und Handelskammern.

Handelsmetropole
Neue Einzelhandelskonzepte und das private Engagement der Kaufmannschaft und der Grundeigentümer in Business Improvement Districts (BIDs) standen auf dem Programm einer Delegation der Handelskammer und der Handwerkskammer Luxemburg. Auf die vielen Verbindungen zwischen dem Großherzogtum und Hamburg verwiesen Fernand Boden, Luxemburgischer Minister für Mittelstand, und Vizepräses Dr. Martin Willich. Während ihres Aufenthalts besuchte die Delegation zahlreiche Hamburger Einzelhandelsunternehmen in der Innenstadt und im Stilwerk sowie die BIDs Neuer Wall und Bergedorf.

Nachtbilder
Der Hamburger Fotograf Bernd Meiners hat Metropolen wie New York, Bombay oder Peking bei Nacht durchstreift und mit der Infrarotkamera fotografiert. Auf diese Weise sind düstere, grobkörnige Stillleben entstanden, die dem Betrachter in den Worten des Künstlers „die Poesie des langen Augenblicks“ vermitteln. Handelskammer-Präses Dr. Dreyer und Kurator Claus Friede eröffneten die Ausstellung, die bis 22. Februar im „Haus im Haus“ der Handelskammer zu besichtigen ist. Der Eintritt ist frei.

Besucht

Tschechische Republik
Rudolf Jindrák, Botschafter der Tschechischen Republik in Berlin betonte bei seinem Antrittsbesuch in der Handelskammer, er wolle das Thema „Schiffbarkeit der Elbe“ während seiner Amtszeit stark vorantreiben. Dies solle, so wurde in dem Gespräch vereinbart, in enger Abstimmung mit der Kammerunion Elbe/Oder (KEO) geschehen, über deren Aufgaben und Ziele sich der Botschafter informierte. Außerdem betonte Jindrák die engen Beziehungen seines Landes zum Hamburger Hafen und die sehr positiven Effekte des EU-Beitritts.

hamburger wirtschaft, Ausgabe Januar 2008