Handelskammer Hamburg 2008

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Universiade

Hamburg ist Candidate-City

Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband will im Jahr 2015 die Weltspiele der Studenten in Hamburg austragen. Bis der Weltverband im Frühjahr 2009 über die Bewerbung entscheidet, ist viel zu tun. Planung und Arbeit haben begonnen.

Hamburg ist mit dem Beschluss des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes, sich für Deutschland mit Hamburg für die Austragung der Universiade im Jahr 2015 zu bewerben, auf dem Weg zur internationalen Sportmetropole“, sagte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes bei der Vollversammlung des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes Ende November in Hamburg.

Die Universiade ist die zweitgrößte Multisportveranstaltung nach den Olympischen Spielen. Rund 10000 Athleten aus aller Welt stellen sich in knapp zwei Wochen einem sportlichen Wettkampf. Für Ausrichterstädte von Universiaden gilt: Eine Stadt, die den internationalen Sport bei einer Universiade überzeugt, zeigt, dass sie auch Olympische Spiele austragen kann.

Die Handelskammer unterstützt die Universiade-Bewerbung. Vizepräses Andreas Bartmann wörtlich: „98 Prozent unserer Mitgliedsunternehmen sehen einen hohen Nutzen von Sportgroßveranstaltungen für Stadt und Wirtschaft.“ Diese eindeutige Grundstimmung werde mit konkreten Umsatzsteigerungen verbunden. Zudem bestehe eine großartige Chance, Hamburg an Universitäten in aller Welt bekannt zu machen und junge Akademiker für die Stadt zu begeistern.

Doch was genau ist für die Universiade 2015 in Hamburg geplant? Hamburg hat sich mit dem Konzept „Eine Stadt wird zum Stadion“ beworben. Die Idee ähnelt dem Bewerbungskonzept für die Austragung Olympischer Sommerspiele im Jahr 2012. Bis zur Abgabe der internationalen Bewerbung Anfang 2009 ist noch zu klären, ob die Universiade in der HSH-Nordbank-Arena oder dem Millerntorstadion eröffnet werden würde. Offen ist auch noch, ob das Athletendorf auf dem Heiligengeistfeld errichtet wird oder ob die Athleten auf fünf Kreuzfahrtschiffen in der HafenCity untergebracht werden sollen. Sicher ist schon jetzt, dass der zentrale Ort der sportlichen Wettkämpfe die Messehallen wären. Diese würden entsprechend eingerichtet und böten Raum für Basketball, Fechten, Judo, Kunst- und Geräteturnen, Sportgymnastik, Tischtennis und Volleyball. Auch das Kaifu-Bad (Schwimmwettbewerbe), die Alster-Schwimmhalle (Wasserball) sowie viele weitere öffentliche Sportflächen sind für die Universiade vorgesehen.

Um die deutsche Bewerbung, die bei der International University Sports Federation im Frühjahr 2009 – also sechs Jahre vor der Eröffnungsfeier – eingehen muss, professionell zu erstellen, ist die Gründung einer Bewerbungs-GmbH geplant. Die Handelskammer wird den Senat bei der immer konkreter werdenden Bewerbung Hamburgs als deutsche Candidate-City mit voller Kraft unterstützen.

Henning Finck
henning.finck@hk24.de
Telefon 36 13 8 255

hamburger wirtschaft, Ausgabe Januar 2008