Handelskammer Hamburg 2008

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Ausbildung

Gemeinsam für Qualität

Ausbilder, Experten, Lehrer beruflicher Schulen und Qualitätsbeauftragte wollen gemeinsam die Qualifikation von Azubis verbessern. Der dafür Mitte letzten Jahres gegründete Zirkel will seine erfolgreich begonnene Arbeit jetzt intensivieren.

Das Ziel war klar definiert: Um die Qualität der Ausbildung in Hamburg zu verbessern sollte 2007 in der Hansestadt ein Qualitätsnetzwerk entstehen. Offizieller Auftakt war am 26. Juni. Das Prinzip lautet: Die Handelskammer bietet den Rahmen, die Inhalte stimmen die Teilnehmer gemeinsam miteinander ab. Die bisherige Gründungsphase verlief überaus erfolgreich, der Qualitätszirkel für Ausbildung hat längst klare Konturen angenommen.

Bei der letzten Veranstaltung war das Elbe-Zimmer in der Handelskammer bis auf den letzten Platz ausgebucht. „Qualität in der Ausbildung“ hieß es zum zweiten Mal. Fragen, die besprochen wurden: Wie können wir Qualitätsprozesse verbessern? Was können wir von anderen lernen? Können andere von meinem Wissen profitieren?

„Von der Idee, alle am Thema Qualität in der Ausbildung Interessierten aus Schule und Betrieb an einen Tisch zu holen, um Erfahrungen auszutauschen, Best-Practice-Beispiele vorzustellen und die Schnittstellen der Qualitätsprozesse für die Ausbildung zu ermitteln und zu veredeln, war ich sofort begeistert“, sagt Kai Uther, stellvertretender Ausbildungsleiter bei der Signal Iduna, „so ein übergreifendes Netzwerk gab es bislang nicht.“

Vorträge über Grundlagen des Qualitätsmanagements stehen ebenso auf dem Programm wie Beispielfälle aus namhaften Betrieben, die ihre Ausbildung seit Jahren erfolgreich mit diesen Instrumenten managen, wie zum Beispiel die Lufthansa Technical Training GmbH.

„Wir haben seit Jahren ein sehr ausgereiftes Qualitätsmanagement-System in unserer Ausbildung und sind gern bereit, unser System vorzustellen und die damit verbundenen Erfahrungen an andere Betriebe weiterzugeben“, sagt Hans-Peter Meinhold, Ausbildungsleiter bei Lufthansa Technical Training.

Wichtig ist den Teilnehmern aber nicht nur der theoretische Input sondern der betriebsübergreifende Austausch und die Ergebnisse aus der Gruppenarbeit, die sie im Idealfall gleich im eigenen Unternehmen anwenden können. Aber Netzwerke bilden sich nicht über Nacht. Deshalb will sich der Zirkel weiterhin drei- bis viermal jährlich treffen und bleibt offen für weitere Interessenten. Das nächste Treffen ist für den März geplant.

Angela Hellberg
angela.hellberg@hk24.de
Telefon 36 13 8 587

Infos und Kontakte

Ansprechpartnerin in der Handelskammer: Ariane Hessenius, ariane.hessenius@hk24.de, Tel. 36 13 8 410

hamburger wirtschaft, Ausgabe Januar 2008