Handelskammer Hamburg 2010

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Öko-Nomen

Tanja Schmidt

hängt ihren Schmuckstücken kleine Botschaften an. Sinnliche Worte veredeln die handgefertigten Ketten und Armbänder der Hamburger Schmuckdesignerin. „Infinite create Love“ (Unendlichkeit schafft Liebe) steht da zum Beispiel auf einem rostbraunen Anhänger aus Ziegenleder, der an einer vergoldeten Kugelkette hängt. Ob einzelne Worte oder ganze Lebensweisheiten – die Hamburgerin hat für jede Lebenslage schöne Worte parat. „Individueller Schmuck läuft extrem gut“, sagt sie, „die Leute wollen sich in ihrem Stil abgrenzen.“ Damit ihre Stücke etwas Besonderes bleiben, produziert Schmidt nur in kleinen Auflagen. Die Preise reichen von 19 Euro für schlichte Armbänder bis 129 Euro für aufwendig verarbeitete Edelsteinketten. Ihre Kundschaft ist gemischt. „Der Muttertag hat die Männerquote ganz schön nach oben ge­rissen“, sagt die 29-Jährige schmunzelnd. Dass sie eines Tages ein eigenes Schmucklabel gründen würde, war nicht immer der Plan. Zunächst machte sie bei einem Hamburger Konzern eine Ausbildung zur Grafikerin. Doch Großraumbüros waren nichts für sie. Also kündigte sie ihre Stelle prompt am letzten Ausbildungstag und ordnete ihr Leben neu. 2007 gründete sie „Pavori“ und vertreibt ihren Schmuck seither per Internetshop (www.pavori.com).

Wolfgang Macht

ist gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Matthias Dentler im Internet auf Schnäppchenjagd. Auf der Website ­sparbon.de bietet er den Geschäftsführern der Netzpiloten AG einen Online-Coupon-Club an. Das Angebot funktioniert denkbar einfach: Jedes Mitglied, das sich auf sparbon.de anmeldet, kann dort Rabattmarken erwerben, die dann sowohl online als auch in Geschäften eingelöst werden können. „Wir haben bereits mehr als 500 Online-Shops und rund 50 Handels­ketten überzeugen können, bei uns mitzumachen“, sagt Macht. Zu den Partnern ge­hören zum Beispiel Daniel Hechter, Görtz, My Toys, Tchibo und der Pro Markt. Finanziert wird das Rabattangebot über Beiträge der Mitglieder, die für die Schnäppchen­coupons zahlen. „Über ein Abo-Modell zahlt jeder Teilnehmer fünf Euro pro Monat“, so Macht. Damit sich auch künftig genügend Nutzer auf der Website anmelden, planen er und Matthias Dentler eine groß angelegte Fernsehkampagne.

Daniela van Santen und Jan Leidecke

haben sie alle: Grace Kelly Wange an Wange mit Cary Grant, Winston Churchill in Siegerpose, Muhammad Ali schweißüberströmt vom letzten Kampf. „Fotos vermitteln eine ganz besondere Stimmung“, findet van Santen. „Sie wecken Erinnerungen, bringen ­Leben in einen Raum oder auch Ruhe.“ Und tatsächlich: Die Bilder in der kleinen Eppendorfer Galerie wirken nah und lebendig. Das Geheimnis liege im Material, verrät die 48-jährige Münsteranerin. Sie selbst hat eine Schwäche für Barytpapier, das sich gerade für Schwarzweißfotografien gut eignet. Es lässt Kontraste und Konturen deutlich zutage treten und verleiht sogar jahrzehntealten Bildern eine intensive Tiefe.
Als Inhaber der Bildagentur Keystone verfügt Jan Leidecke über einen Fundus von rund vier Millionen Fotos. Einige von ihnen haben bis zu 100 Jahre auf dem Buckel und müssen teilweise aufwendig restauriert werden, bevor sie in der gewünschten Größe, auf dem Material der Wahl, gerahmt oder ungerahmt oder mit oder ohne Passepartout ihren Besitzer finden. Am begehrtesten sind jedoch immer noch die Klassiker – vor allem Marlon Brando als „Pate“.
hamburger wirtschaft, Ausgabe Juli 2010