Die Unternehmensnachfolge gehört zu den drängendsten wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre in Deutschland. Tausende Betriebe stehen vor der Übergabe – doch vielerorts fehlt es an geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten. Lange galt die Vorstellung, dass es für unternehmerischen Erfolg vor allem angeborene Eigenschaften braucht – eine Art „Unternehmerpersönlichkeit“.
Das gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung erarbeitete Impulspapier „Unternehmertum ist keine Typfrage“ widerspricht dieser Annahme. Es zeigt: Die Persönlichkeitsprofile von Gründenden und Selbstständigen unterscheiden sich weit weniger von denen Angestellter, als häufig vermutet wird.
Die Veranstaltung „Unternehmensnachfolge in Deutschland: Potenziale jenseits klassischer Unternehmertypen“ findet am 24. April von 10 bis 12 Uhr in der Handelskammer statt. Die Moderation übernehmen Dr. Tobias Bürger von der Bertelsmann Stiftung und Jan Schlüter von der Handelskammer. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Netzwerken. Zur Anmeldung geht es hier.
„Diese Erkenntnis eröffnet neue Perspektiven für die Praxis“, sagt Jan Schlüter von der Handelskammer. „Denn wenn Unternehmertum nicht an bestimmte Persönlichkeitstypen gebunden ist, geraten auch bislang wenig beachtete Zielgruppen in den Fokus – etwa qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die eine Betriebsübernahme bislang nicht in Erwägung gezogen haben.“
Im Rahmen der Veranstaltung „Unternehmensnachfolge in Deutschland: Potenziale jenseits klassischer Unternehmertypen“ am 24. April in der Handelskammer werden die zentralen Ergebnisse der Studie vorgestellt und gemeinsam mit Fachleuten aus Wirtschaft und Forschung diskutiert.
Wie stellt sich die aktuelle Nachfolgesituation in Deutschland dar? Welche Potenziale bleiben bislang ungenutzt? Und wie können mehr Menschen für die Übernahme von Unternehmen gewonnen werden? Das sind nur einige Fragen, die im Fokus stehen werden.
Nachdem Ivo Andrade von der Bertelsmann Stiftung und Jan Schlüter die Studienergebnisse vorgestellt haben, berichtet Katrin Mühlhaus von der KfW über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Unternehmensnachfoge in Deutschland. Danach befasst sich Graig Gröbli, Geschäftsführer Deutsche Unternehmensbörse, mit Käuferprofilen und Marktdynamiken.
Die anschließende Podiumsdiskussion mit Graig Gröbli, Jörn Petereit, Managing Partner bei IT Capital Partners, und Sven Ramuschkat, Founder und Principal Technology Advisor bei tecRacer, bietet auch dem Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Zur Anmeldung geht es hier.
