Als Ingrid Steffens ihr Geschäft „WAU und MAU“ 1980 im neu errichteten Hanseviertel eröffnete, wusste sie nicht, wohin die Reise geht. Sie besaß damals mehrere Zoofachhandlungen, in denen sie, typisch für jene Zeit, neben Aquarien und Käfigen, Spielzeug und Futter auch lebende Tiere verkaufte.
Das Konzept, sich ausschließlich auf die Ausstattung von Hunden und Katzen zu fokussieren, war in Deutschland bis dahin weitestgehend unbekannt, erst recht im Luxussegment.
„Wir konnten damals nicht einschätzen, ob dieses Geschäftsmodell überhaupt funktioniert“, erzählt Tochter Martina, die „WAU und MAU“ vor 26 Jahren von ihrer Mutter übernommen hat. „Darum liefen die Zoohandlungen in Poppenbüttel, Niendorf und Rahlstedt zur Sicherheit zunächst weiter.“
Sie erinnert sich, wie die neue Ausrichtung anfangs belächelt wurde. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass Artikel wie Hundebetten im Chippendale-Stil, Plaids aus Echtfell und Maßhalsbänder mit Edelsteinbesatz überhaupt nachgefragt werden könnten. Doch das Lachen verging den meisten, als die Kundschaft „WAU und MAU“ buchstäblich die Tür einrannte.
Zahlreiche Medien berichteten seinerzeit, darunter Hochglanzmagazine, Tageszeitungen und TV. „Heute sind wir eine Institution“, erzählt Torsten Immke. Der Lebensgefährte von Martina Steffens arbeitet seit Jahren im Unternehmen mit.
Gelernt hat Steffens Einzelhandelskauffrau und Tierpflegerin. Für sie stand außer Frage, den Betrieb der Mutter eines Tages zu übernehmen. Fast drei Jahrzehnte führte sie den Laden in bester Hamburger Innenstadtlage, den sie nun aus Altersgründen verkaufen möchte: „Wir sind jetzt so lange dabei, und irgendwann ist auch mal Schluss.“ Sie würde sich wünschen, jemanden zu finden, der „WAU und MAU“ mit derselben Hingabe weiterführt, wie sie selbst es all die Zeit getan hat und zuvor ihre Mutter.
Das Geschäft sei durchaus für den Seiteneinstieg geeignet, betont sie. Und es sei ausbaufähig: „Bis heute haben wir zum Beispiel keinen Online-Shop.“ Die Einarbeitung nach der Übergabe würde sie gern übernehmen. Auch wäre sie bereit, unter neuer Leitung noch einige Zeit weiter mitzuarbeiten, „allerdings nicht mehr als zwei Tage pro Woche“.
Die Freude der Menschen, ihre Hunde und Katzen mit schönen Dingen zu verwöhnen, sei bis heute ungebrochen, sagen Martina Steffens und Torsten Immke. „Heute wie damals kommt es den Leuten hauptsächlich auf gute Qualität an. Qualität, die sie bei uns bekommen.“ Und die sie sich auch gern etwas kosten lassen.
Sollten Sie sich für das Unternehmen von Martina Steffens interessieren, rufen Sie bitte das Inserat auf www.nexxt-change.org unter der Chiffrenummer HH-A-26020008 auf und kontaktieren Sie Martina Steffens direkt über das hinterlegte Formular. Alternativ wenden Sie sich bitte an Sabine Pilgrim von der Handelskammer (040 36138-787). Weitere Informationen zu den Beratungsangeboten der Handelskammer finden Sie hier.
