Rund 3000 Artikel führt Heiko Bartels in seinem Sortiment. Einen Teil zeigt er in seinem Showroom an der Osdorfer Landstraße: Gartenmöbel aus Aluminium, Seil-Geflecht, Teakholz oder Edelstahl, Sitzgruppen und Strandkörbe, Kissen, Sonnenschirme und Accessoires. Das Geschäft im Hamburger Westen befindet sich in einem historischen, mit Reet gedeckten Landhaus. „Einen besseren Ort für die Ausstellung von Gartenmöbeln gibt es nicht“, sagt der 56-Jährige.
Sollten Sie sich für das Unternehmen von Heiko Bartels interessieren, rufen Sie bitte das Inserat auf www.nexxt-change.org unter der Chiffrenummer HH-A-25210004 auf und kontaktieren Sie Heiko Bartels direkt über das hinterlegte Formular. Alternativ wenden Sie sich bitte an Sabine Pilgrim von der Handelskammer (040 36138-787). Weitere Informationen zu den Beratungsangeboten der Handelskammer finden Sie hier.
Oft fuhr er seinerzeit gemeinsam mit seiner Frau in den Abendstunden herum, um nach dem passenden Standort zu suchen: „Es sollte ein Stadtteil sein, in dem Menschen mit Gärten und der notwendigen Kaufkraft leben.“ Inzwischen sind 25 Jahre vergangen, seit er die Ladenfläche in Alt-Osdorf rein zufällig entdeckte.
Von Anfang an lief „Haus & Garten Ambiente“ gut, vier Jahre nach der Eröffnung kam 2005 bereits der Online-Shop hinzu. Nach und nach verfeinerte Heiko Bartels sein Angebot, baute es immer weiter aus. Dennoch will er nun verkaufen. Er hat andere Pläne. Zum Beispiel möchte er sich seinen Oldtimern widmen und diese auf Vordermann bringen.
Zudem gedenken er und seine Frau, in absehbarer Zeit samt Pferdehof, den sie in Schleswig-Holstein betreiben, nach Dänemark auszuwandern. „Wir sind zwar noch nicht zu alt, aber niemand weiß, was die Zukunft bringt, darum wollen wir die Zeit genießen.“ Auch wenn Bartels vorhat, das Tagesgeschäft hinter sich zu lassen, ist er dazu bereit, die Nachfolge noch eine gewisse Zeit einzuarbeiten. Auch eine stille Teilhaberschaft wäre für ihn eine Option.
Seit er denken kann, ist er in dieser Branche tätig: Seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann machte er bei einem renommierten Hamburger Gartenmöbelunternehmen, das ihn anschließend übernommen hat. „Das ist ein Bereich, in dem man eigentlich nur mit gutgelaunten Kunden zu tun hat“, erzählt er. „Wenn die Leute sich im Frühjahr aufmachen, um sich mit neuem Mobiliar auszustatten, freuen sie sich bereits auf den Sommer, ihre Terrassen, Gärten und Balkone – das wirkt sich positiv auf die Stimmung im Laden aus.“
Sein Geschäft eigne sich grundsätzlich auch für einen Quereinstieg. Wichtig seien Lust auf diesen Job, Verkaufstalent und kommunikative Kompetenz. Alles andere komme von ganz allein. Selbstständig machen wollte Bartels sich eigentlich immer. Die Jahre bei seinem früheren Arbeitgeber verhalfen ihm nicht nur zu ausreichender Erfahrung, sondern auch zu vielen Kontakten in der Lieferantenszene – ein Netzwerk, auf das er bis heute zurückgreifen kann.
Mit 31 erstellte er einen Businessplan, ging zur Bank und beantragte eine Finanzierung. Auf die Zusage musste er nicht lange warten. „Meine Idee war ein kleines, aber feines Geschäft“, so Bartels. „Das hat die Bank überzeugt.“ Die großen Gartenmöbelhäuser hingegen befänden sich seit geraumer Zeit im Umbruch und müssten sich aus Kostengründen sukzessive verkleinern. „Unser Vorteil war von jeher, dass wir so klein waren und stets unsere Kostenstruktur im Griff hatten.“
„Haus & Garten Ambiente“ liefert nicht nur deutschlandweit, sondern auch international. Nach Mallorca zum Beispiel oder nach Portugal. Innerhalb Norddeutschlands übernimmt der Chef die Touren zuweilen auch persönlich. Er selbst wollte nie expandieren, verkauft bis heute vornehmlich an private Kundschaft. Allerdings sieht er durchaus Absatzmöglichkeiten in Hotellerie und Gastronomie sowie bei Seniorenresidenzen. Doch dieses Potenzial zu nutzen, überlässt Heiko Bartels gern denen, die in seiner Firma künftig den Ton angeben.
