Wie KI Retouren reduziert

Das Hamburger Start-up toern hat sich zur Aufgabe gemacht, den Retourenprozess im E-Commerce zu automatisieren und mithilfe von KI-Retourendaten auszuwerten, damit Online-Händler Kosten senken, Retouren reduzieren und ihre Customer Journey verbessern können. Die HW-Redaktion kürte das von Alena Schneck und Jonas Zeuner gegründete Unternehmen zum „HW-Start-up“ im August.
Jonas Zeuner und Alena Schneck haben toern gemeinsam gegründet, um unter anderem Retourenprozesse im E-Commerce zu automatisieren und mithilfe von KI-Retourendaten auszuwerten.
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Jonas Zeuner und Alena Schneck haben toern gemeinsam gegründet, um unter anderem Retourenprozesse im E-Commerce zu automatisieren und mithilfe von KI-Retourendaten auszuwerten.
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Von Frank Schlatermund, 3. August 2026

Was macht ihr genau – und was macht ihr anders als alle anderen in eurem Markt. Und warum ist genau das der Grund, warum Kundinnen und Kunden sich für euch entscheiden statt für eine andere Lösung?

Wir haben toern gebaut, weil Retouren, Reklamationen und Widerrufe für die meisten E-Commerce-Brands eine Blackbox sind. Sie sind teuer, manuell, nervig – und am Ende weiß niemand so richtig, warum eigentlich zurückgeschickt wird. Unsere Software steuert den kompletten Post-Purchase-Prozess: Retouren, Reklamationen und Widerrufe an einem Ort, automatisiert und für Kundinnen und Kunden reibungslos.

Wir haben toern gebaut, weil Retouren, Reklamationen und Widerrufe für die meisten E-Commerce-Brands eine Blackbox sind.

 

Der Unterschied liegt darin, was wir mit diesem Prozess anfangen. Wir sind von Anfang an mit einem klaren Fokus auf Data Analytics gestartet und haben die Daten der Brands gesammelt und nutzbar gemacht.

Wir sind überzeugt: Daten sind der größte Hebel, den E-Com-Brands im Post-Purchase haben. Nicht nur, um Retouren zu verstehen und operative Abläufe zu automatisieren, sondern auch, um Retouren künftig zu vermeiden und aus jedem Rückversand Rückschlüsse auf Produkt, Shop und Qualität zu ziehen.

Genau das ist der Grund, warum sich Brands für uns entscheiden. Andere Lösungen wickeln Retouren ab. Wir machen aus dem Prozess einen Wachstumshebel: Die Brand spart nicht nur Zeit und Kosten, sie versteht endlich, was hinter ihren Rücksendungen steckt – und kann handeln, bevor die nächste Retoure überhaupt entsteht.

Woran macht ihr fest, dass ihr auf dem richtigen Weg seid? Nennt uns die Zahl oder den Moment, an dem ihr gemerkt habt: Das funktioniert.

Es gibt sicherlich mehrere solcher Momente. Aber dieses Jahr gab es einen Moment, den wir alle im Team gespürt haben – und der lag in den zwei Wochen rund um die K5, eine der wichtigsten E-Commerce-Messen im deutschsprachigen Raum. In der Woche davor haben wir unsere Finanzierungsrunde verkündet – alle Start-up-Magazine haben darüber berichtet.

Dann kam ntv auf uns zu und hat uns als Experten für das nationale Fernsehen angefragt – zur Einführung der neuen EU-Widerrufsbutton-Pflicht im E-Commerce. Und auf der Messe selbst haben wir den „K5 Commerce Award“ in der Kategorie „KI & Automation“ gewonnen.

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Die KI von toern analysiert Retourendaten in Echtzeit.

In diesen zwei Wochen haben wir das Level, auf dem wir gerade sind, wirklich körperlich gespürt. Auf der Messe kannten uns plötzlich alle, die Leute sind aktiv auf uns zugekommen. Da haben wir gemerkt: Wir sind nicht mehr der Underdog. Wir sind auf dem Weg, Marktführer im DACH-Raum zu werden.

Wo steht ihr in drei Jahren, und was muss bis dahin passiert sein, damit ihr das erreicht?

In drei Jahren sind wir DAS Tool im DACH-Markt für Retouren, Reklamationen und Widerrufe – die Lösung, an die D2C-Gründerinnen und -Gründer als Erstes denken, wenn sie ihre Customer Retention steigern und ihre Post-Purchase-Prozesse optimieren wollen.

Damit das passiert, müssen für uns drei Dinge zusammenkommen, und an allen drei arbeiten wir schon. Erstens ein starkes Team. Wir bauen gerade aus, das Hiring läuft, und damit sind wir startklar. Zweitens ein Produkt, das mithält. Unser Produkt ist ready, und das Tech-Team entwickelt es kontinuierlich anhand von echtem Kundenfeedback weiter.

Und drittens die richtigen Menschen im Rücken. Wir haben ein sehr starkes Team aus strategischen Investoren, die uns und den Markt immer wieder herausfordern. Wenn diese drei Dinge greifen, ist das keine Vision mehr, sondern ein klares Ziel, auf das wir mit vollem Fokus hinarbeiten.


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