Künstliche Intelligenz (KI) ist inzwischen in vielen Unternehmen Alltag. Aber wie wird ihr Einsatz profitabel? Wie verändern KI-Agenten die Rollen und Prozesse im Betrieb? Und was bedeuten EU-Regeln wie die KI-Verordnung in der Praxis? Mit diesen und vielen weiteren Themen beschäftigte sich der ausgebuchte KI-Summit im September in der Handelskammer.
Rund 400 Gäste lauschten den von Anke Nehrenberg (bergan GmbH) moderierten Panels und Vorträgen. Zum Beispiel der Keynote von Frank Dobelmann, CTO des IT-Dienstleisters Adesso. Dieser beschrieb die Umwälzungen durch KI im Konzern, betonte aber auch: „Die Aufgaben bleiben. Wir haben nicht nur die Maschine. Wir brauchen die Menschen dazu. KI will geführt werden. KI muss gezähmt werden. KI muss kontrolliert werden.“
Oliver Süme, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Fieldfisher, beschrieb die zahlreichen Rechtsgebiete, die KI tangiert – Urheberrecht, Datenschutz, Haftungsfragen, Hinweispflichten usw. – und unterstrich, wie zentral der Aufbau einer „KI-Governance“ mit klaren Zuständigkeiten und Regeln im Unternehmen ist. Zudem präsentierte er einen langen Katalog „verbotener KI-Praktiken“ – von „Techniken unterschwelliger Beeinflussung“ über „Social Scoring“ bis hin zu Gesichtserkennungs-Datenbanken.
Wie steht Hamburg im KI-Wettbewerb da? Das diskutierte ein Panel, auf dem Dr. Miriam Putz, Leiterin des Handelskammer-Bereiches „Innovation und neue Märkte“, ein neues Impulspapier der Handelskammer zum Thema KI präsentierte. Die Diagnose: Die Stadt hat gute Chancen, sich insbesondere als Ort für Entwicklung und Nutzung verantwortungsvoller KI-Systeme zu positionieren, etwa in Bereichen wie Gesundheit, Logistik, Mobilität und Klima.
Fehlende Leuchtturmprojekte und Innovationsräume verhindern bisher jedoch eine Skalierung, die Höhe der Förderung innovativer Start-ups und der Kapitalzugang sind unzureichend. Das Papier benennt entsprechend acht Handlungsempfehlungen. Hier geht es zu einem Video vom KI-Summit.
