Die Green Connect im Januar hat gezeigt: Nachhaltigkeit macht sich bezahlt – ökonomisch wie ökologisch. Der Impuls zum Weitermachen liegt nun bei jedem einzelnen Unternehmen. Interessierte sind eingeladen, sich an Netzwerken wie der UmweltPartnerschaft Hamburg oder dem neuen digitalen Handelskammer-Netzwerk Green Connect Network zu beteiligen, um von den Erfahrungen anderer Betriebe zu lernen und Synergien in der regionalen Wertschöpfung zu heben. Mehr Informationen bei Frank Tießen von der Handelskammer (040 36138-979 ).
Hier sechs Tipps, die Hamburger Unternehmen auf dem Weg in die Nachhaltigkeit umgehend anwenden können:
Tipp 1: Analyse Erst messen, dann investieren Nachhaltigkeit sollte wie bei fritz-kola oder Ratsherrn integraler Bestandteil der Unternehmensführung, Kommunikation und Produktion sein. Dazu braucht es eine ganzheitliche Analyse: Wie hoch sind Strom‑ und Wärmeverbräuche, Fuhrpark‑Kilometer, Abfallkosten? Aus den letzten zwölf Monaten lassen sich schnell die drei größten Kostentreiber ableiten. Externe Beratung und KI-Hilfsmittel unterstützen dabei, versteckte Energiefresser und Effizienzpotenziale im Betrieb zu identifizieren. Oft amortisieren sich Optimierungen bereits nach weniger als 24 Monaten.
Tipp 2: Finanzierung Nachhaltigkeit zahlt sich aus Auch ohne formale Berichtspflicht sollten KMU ein Set verlässlicher Kennzahlen pflegen. Banken und Großkunden verlangen heute zunehmend Transparenz. Unternehmen, die ihre Bilanz um Klimazahlen oder Recyclingquoten erweitern, schaffen Vertrauen und können so gegebenenfalls günstigere Kredite oder Auftragsbeziehungen erlangen.
Tipp 3: Kommunikation Transparenz als Wettbewerbsvorteil Ein fundierter und attraktiv gestalteter Nachhaltigkeitsbericht ist ein mächtiges Werkzeug für das Marketing und die Gewinnung von Talenten. Nachhaltigkeit, gut kommuniziert, kann Reichweite, Arbeitgeberattraktivität und Kundenbindung stärken und wird somit zu einer harten Währung in der Unternehmenssicherung.
Tipp 4: Lieferketten Regionale Wertschöpfung Die Ratsherrn Brauerei illustrierte, wie sie mit dem Konzept „Vom Halm zum Glas“ den strategischen Fokus auf regionale Wertschöpfungsketten legt – von der Braugerste auf Rügen bis zur Produktion in der Hamburger Schanze. Dadurch spart sie nicht nur Emissionen, sondern erhöht auch die Unabhängigkeit von globalen Krisen. Überprüfen Sie Ihre Lieferketten kritisch. Partner vor Ort reduzieren nicht nur den CO2-Fußabdruck, sondern stärken auch das Hamburger Netzwerk.
Tipp 5: Arbeitswelt Gesund und natürlich Nachhaltige Arbeitsplatzgestaltung, bei Green Connect von BRODERS & KNIGGE Büro- und Objekteinrichtung mit Mobiliar aus natürlichen Materialien oder aus Recyclaten demonstriert, wirkt sich positiv auf Mitarbeiterbindung und Image aus. Auch flexiblere Arbeitsmodelle und klimafreundliche Mobilität können zu einem gesünderen Arbeitsumfeld beitragen. Das steigert Motivation und Innovationskraft – und hinterlässt bei Kunden einen guten Eindruck.
Tipp 6: Recycling Kreislauf statt Neukauf Zum Symbol für eine zirkuläre Wertschöpfung wurde bei Green Connect das in einem OpenLab Mobile von der Süderelbe AG und der Fab City Hamburg produzierte 3D-Stethoskop „Glia“: Kunststoffreste wurden geschreddert, zu Filament verarbeitet und anschließend per 3D-Druck transformiert. Das Open-Source-Projekt beweist, dass hochwertige Medizintechnik lokal und kostengünstig hergestellt werden kann (Materialkosten: rund sechs Euro).
