Stärkung der dualen Ausbildung

Um mehr Menschen von einer dualen Ausbildung zu überzeugen, besuchte Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher zwei Ausbildungsbetriebe.
HWK/Tom Novak
Dr. Peter Tschentscher (5. v. li.) besucht Holzbau Somann. In seiner Begleitung: HWK-Präsident Hjalmar Stemman (3. v. li.), UVNord-Präsident Dr. Philipp Murmann (4. v. li.), Vizepräses Wilfried Baur (3. v. re.) und Reinhold Wellen von der Agentur für Arbeit (re.)

Von Frank Schlatermund, 31. Juli 2023 (HW 4/2023)

Das duale Ausbildungssystem trägt maßgeblich zur Sicherung von Fachkräften bei. Um für diese Form der Ausbildung zu werben, stattete Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher kürzlich zwei Ausbildungsbetrieben einen Besuch ab, der BMW Niederlassung Hamburg und dem Zimmereibetrieb Holzbau Somann. „Der Übergang von der Schule in den Beruf ist eine wichtige Lebensphase“, sagte Tschentscher bei diesem Anlass. „Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, legt ein starkes Fundament für die berufliche Zukunft und ein eigenständiges Leben.“

Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, legt ein starkes Fundament für die berufliche Zukunft und ein eigenständiges Leben.

Peter Tschentscher

Bei dem Besuch handelte es sich um eine Aktion des Hamburger Fachkräftenetzwerkes, dem unter anderem Handelskammer, Handwerkskammer, Agentur für Arbeit, Unternehmensverband Nord und Schulbehörde angehören. Ziel des Aktionsbündnisses ist es, Menschen jeden Alters, Eltern aus allen Gesellschaftsschichten und Lehrkräften aller Schulformen Wert und Sinn einer beruflichen Ausbildung näherzubringen.

Die Wirtschaft benötigt derzeit mehr Fachkräfte denn je, und eine duale Ausbildung gilt gemeinhin als „Königsweg“ in eine sichere berufliche Zukunft. „Eine duale Ausbildung ist der perfekte Start ins Berufsleben“, so UVNord-Präsident Dr. Philipp Murmann. „Viel Praktisches im Betrieb und darüber hinaus Theoretisches in der Berufsschule sind eine Erfolgskombination.“ Doch die Realität auf dem Ausbildungsmarkt spiegelt dies nicht wider: Das Angebot an Lehrstellen ist weitaus größer als die Nachfrage.

Die Handelskammer weist derzeit rund 1700 freie Lehrstellen aus, die Handwerkskammer 1312. Insgesamt kommen laut Arbeitsagentur in Hamburg aktuell 4709 freie Lehrstellen auf 2658 Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen. Zu viele Stellen bleiben Jahr für Jahr unbesetzt, denn Wert und Potenzial der beruflichen Ausbildung werden unterschätzt. Das zu ändern, hat sich das Hamburger Fachkräftenetzwerk vorgenommen, und Aktionen wie die Betriebsbesuche von Peter Tschentscher sind nur der Auftakt.

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